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Arbeitsgruppe wissenschaftliche Weiterbildung - AGWW
Ein Verbund hessischer Hochschulen
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European Credit Point System und Kapazitätsverordnung als Rahmen für die Entwicklung von Studiengängen

Einladung:
Dem System der Anrechnung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS) stehen die Curricularnormwerte und das Regelwerk des Kapazitätsrechts gegenüber. Ist es nach Bologna und in naher Zukunft noch sinnvoll, von Studiengängen zu reden?

Die Umwidmung von Kapazitäten, wie sie durch Strukturplanungen des Landes oder durch den Übergang von Diplom- zu Bachelorstudiengängen veranlasst werden, erfordern von den Planern von Studienangeboten, dass sie sich in beiden "Sprachen" verhandlungssicher bewegen können. Ist es so, dass Curricularnormwerte als Relikte zu behandeln sind? Können wir auf Zulassungsbeschränkungen oder auf Auslastungsberechnungen verzichten, wenn uns aus der Kosten-Leistungsrechnung erst einmal plausible Daten zur Verfügung stehen?

Es sind nicht allein die Akkreditierungsanträge, in denen die Hochschulen sich als fachkundig erweisen müssen, es sind auch die Mittelverteilungsdebatten innerhalb der Hochschule und nicht zuletzt die gewollte Internationalisierung des Studienangebots, mit allen praktischen Folgen, die einen Dialog zu ECTS und KapVo erfordern.

Programm/Seminarablauf:

Montag, 04.07.2005
10.00 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde
- Einführung in die KapVO-Logik
- Ermittlung der Ausbildungskapazität und Auslastung des Lehrangebots
- Zur Historie der ECTS
- Vom Transferieren zum Akkumulieren (Kleinkauf)
- Studentische Workload
- Modulberechnungen
- Berücksichtigung unterschiedlicher Eingangsvoraussetzungen
- Grundpositionen des CHE zum Curricularnormwert  Entfesselung der Hochschulen (Strohbach)
- Die hessische Position der Bemessung von Curricularnormwerten in Bachelor und Master-Studiengängen im Vergleich zu Diplomstudiengängen
- Varianten der Einbeziehung der Praxis
12.30 Uhr Mittagspause
13.45 Uhr
- Dimensionen der Hessischen Lehrverpflichtungsverordnung
- Aktuelle Entwicklungen im Bereich des Zulassungsrechts (Hübenthal)
- Internationalisierung als Kriterium für qualitativ orientierte Zulassungen?
ca. 17.00 Uhr Ende des ersten Seminartages
18.00 Uhr Abendessen

Dienstag, 05.07.2005
9.00 Uhr
- Amerikanische Erfahrungen (Joseph Bronstad PhD, Professor of Foreign Literatures and Languages, University of Massachusetts)
- Mobilitätsprobleme
- Curriculumkonstruktion in den USA
- Anrechnung der ECTS in den USA (Beispiel ISU)
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr
- Problematische Rahmenbedingungen
- Schlussdiskussion
14.40 Uhr Auswertung
Ca. 15.00 Uhr Seminarende

Referent/in:
Günter Kleinkauf, Akademischen Auslandsamt, Fachhochschule Frankfurt,
Christian Strohbach, Referat Hochschulplanung, Hochschulentwicklung, Statistik, Fachhochschule Frankfurt
MinR Hubertus-Michael Huebenthal, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Joseph Bronstad PhD, Professor of Foreign Literatures and Languages, University of Massachusetts, z. Zt. Gastprofessor an der FH Frankfurt/M

Termin:
Montag, 04.07.2005 bis Dienstag, 05.07.2005
Ort:
Georg-Leber-Haus, Eppenhain im Taunus
Anmeldeschluss: 17.06.2005